Diese Kinder haben Hunger…..
Gerade bin ich zurückgekehrt von meiner diesjährigen Westafrika-Reise. Überwältigt von den Eindrücken, die auf mich eingeströmt sind, aber auch zutiefst erschüttert über die Trockenheit und den akuten Wassermangel im Nordwesten Burkina Fasos.
In Pétessiro und Youba, den beiden Dörfern, in denen wir Entwicklungsarbeit leisten, haben uns die Menschen um Hilfe gebeten.
Viel zu früh haben die Niederschläge der letzten Regenzeit bereits im September aufgehört. Mais und Hirse haben nur zwei Drittel ihrer normalen Höhe erreicht und dadurch kaum Getreide reifen lassen, so dass die Ernte viel zu gering ausgefallen ist. Sollte auch die nächste Regenzeit nicht ertragreich sein, wird es hier unweigerlich zu einer Hungersnot kommen. Darum ist es dringend notwendig bereits jetzt Vorsorge zu treffen, damit nicht erst Menschen sterben müssen bevor irgendwelche Hilfe beginnt.
Zur Vorsorge wird Nahrungsmittelhilfe benötigt, insbesondere Getreide und Öl. Unsere Partner, d.h. Projektleiter Sidiki Belem und Mamoudou Sawadogo klären zur Zeit vor Ort, wie viele Personen/Familien betroffen sind und dringend Hilfe benötigen, sowie Höhe der dafür benötigen Kosten.
In der Hauptstadt Ouagadougou konnten wir uns überzeugen, dass derzeit Getreide noch im Land erhältlich ist. Allerdings steigen die Preise stetig.
So kosten derzeit 50 kg Mais/Reis 18.000 fcfa (27,50 Euro) statt sonst üblicher 15.000 fcfa (23 Euro). 50 kg Bohnen kosten 37.000 fcfa (56,50 Euro statt 20.000 fcfa (30 Euro). 1 l Öl kostet zurzeit 850 fcfa (1,30 Euro).
Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte e.V. bittet um Spenden, um den Menschen in unseren Projektgebieten rechtzeitig helfen zu können.
Es wird an ein ’Food for Work-Programm’ gedacht, um die Menschen nicht zu Almosen-Empfängern werden zu lassen.
Sollte sich dann die kommende Ernte wider Erwarten besser einstellen, können eventuell höher eingegangene Mittel für weitere Dorf-Aktivitäten, wie beispielsweise der von der Fraueninitiative geplante Gemüseanbau verwendet werden.
Neben Burkina Faso sind auch die Nachbarstaaten Niger und Mali von der Trockenheit betroffen. Die Regierungen aller drei Länder haben – wie wir von der Deutschen Botschaft in Ougagadou erfahren konnten - bereits um Hilfe bei der Welthungerhilfe angerufen.
Die Bilder der vergangenen Ostafrika-Hungerkatastrophe sind noch sehr nah. Lassen wir es in Westafrika nicht erst zu ähnlichen Bildern kommen.
Helfen Sie uns, damit unsere Projekte wie die Kranken- und Sozialstation in Pétessiro sowie das Ausbildungszentrum für Frauen und die geplante neue Schule in Youba nicht dem Hunger zum Opfer fallen, sondern weiter so gut vorankommen, wie sie es im vergangen Jahr sind.
Für Ihre wertvolle Unterstützung sage ich herzlich “Danke“ und bin
mit den besten Wünschen
Ihre
Kathrin Seyfahrt
Spendenkonto:
HypoVereinsbank, BLZ 70020270, Konto-Nr. 36 26 36 44
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