Marie Bernard
Marie Bernard ist inzwischen 70 Jahre alt und lebt mit einer großen Enkel- und Urenkelkinderschar in bitterster Armut in Le Choux im Inselinnern. Der Zyklon hatte am 12. März 2003 ihre ohnehin schon armseligen Behausungen (ein altes, feuchtes Steinhaus und eine Wellblechhütte) arg beschädigt. Einige der Kinder sind krank oder behindert (Asthma, Epilepsie, Hüftleiden...). Die Kleider, die sie tragen, sind größtenteils zerrissen, die wenigsten haben überhaupt Schuhe.
Die zwei größten Wünsche von Marie Bernard, die weder lesen noch schreiben kann, sind: dass sie die Kinder regelmäßig in den Schulunterricht schicken kann (für die Kinder, die nach Mathurin in die Schule müssen, ist die tägliche Bushfahrt zu teuer), und dass sie eines Tages wieder ein wenig "komfortabler" wohnen können.
Hauptnahrungsmittel für die "Großfamilie" ist Mais - in Form von Maissuppe oder dünnem Maisbrei. Brot und Gemüse sind zu teuer und gibte es nur selten. Gekocht wird im Freien in einem "windigen" Wellblechverschlag auf einem kleinen Gasflämmchen.
Im Steinhaus hängen einige Glühbirnen. Einmal im Monat wird der Wassercontainer im Hof gefüllt. Wenn es regnet, kann man zusätzlich noch Wasser in Plastikschüsseln auffangen. Es gibt eine Latrine.
Marie Bernard ist kein Einzelfall. Was mir an ihr gefällt, ist, dass sie mit keiner Silbe jammert. Sie krempelt die Ärmel hoch und versucht ihr Mögliches, den Kindern Liebe und Geborgenheit zu schenken.
Helfen Sie mit, das Leben von Marie Bernard etwas leichter zu machen und den Kindern einen Weg in die Zukunft zu ebnen. Siehe aktuellen Reisebericht: Rodrigues 2006.