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Eine kleine Länderinformation zu Burkina Faso

Burkina Faso – oder Obervolta, wie es von der  Unabhängigkeit 1960 bis 1987  hieß – liegt in Westafrika und grenzt im Westen und Norden an Mali, im Osten an Niger, im Süden an Benin, Togo, Ghana und an die Elfenbeinküste. Die Fläche des Landes beträgt ca. 274.200 km². Burkina Faso hat ca. 11 Mio. Einwohner. Die Hauptstadt Ouagadougou ist mit ca. 1 Mio. Einwohner die größte Stadt des Landes. Zweitgrößte Stadt ist Bobo-Dioulasso im Südwesten, gefolgt von Koudougou, Ouahigouya, Banfora, Kaya. In Burkina Faso leben an die 60 verschiedene Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Kultur und Sprache konfliktfrei miteinander. Allerdings stellen die Mossi mit ihrer Muttersprache Moore knapp 50 % der Gesamtbevölkerung. Amtssprache ist Französisch.

Landeswährung ist der Franc CFA; der Wechselkurs beträgt 1 € = 655 FCFA.

80 % der Bevölkerung sind Analphabeten.

Seit 1987 heißt der Präsident Blaise Compaoré. Zuletzt wurde er am 13. November 2005 in freien Wahlen mit knapp 80 % wieder gewählt. Die Regierung bemüht sich, die Demokratisierung voranzutreiben. Eine Oppositionspartei ist zugelassen. Es gibt Pressefreiheit.

Der Zugang zu Trinkwasser ist begrenzt. Der Großteil der Bevölkerung versorgt sich über öffentliche Wasserzapfstellen. Landesweit ist die Trinkwasserversorgung nicht gesichert, ebenso wenig die Nahrungsmittelversorgung. So existiert eine permanente Unterernährung. Das ist immer abhängig von der Regenmenge und den Ernten. Es gibt immer Regionen, die von Dürre betroffen sind. In 2004 gab es außerdem eine verheerende Heuschreckenplage.

Ein Großteil der Bevölkerung sind Anhänger von Naturreligionen, 43 % sind Muslime,     15 % Christen.

Burkina Faso ist das drittärmste Land der Welt. Internationale Entwicklungsarbeit ermöglicht das Überleben. Das Ausmaß der Armut ist erschütternd.

Neben unseren eigenen Projekten – die Wend Raabo Schule in Ouagadougou und dem geplanten Bau einer Krankenstation in Pétessiro – besuchte ich A.M.P.O. (Association Managré Nooma pour la Protection des Orphelins) sowie das Mädchenhaus MIA, beides Projekte  von Katrin Rohde, und C.E.F.I.S.E. (Centre d’Éducation et de Formation Intégree des Sourds et des Entendents), eine von der CBM unterstützte Organisation.

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