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Liebe Netzwerk-Freunde,

für die großartige spontane Nothilfe zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti möchte ich auf diesem Weg ganz, ganz herzlich DANKE sagen.

Ich hatte etwas ‚Bauchweh’ so schnell nach den sintflutartigen Regenfällen am 1. September in Burkina Faso und so kurz nach Weihnachten schon wieder mit einem Bettelbrief zu kommen.

Das Erdbeben in Haiti war höhere Gewalt, und die Katastrophe hat binnen Sekunden so viel Elend und Not verursacht, dass man einfach nicht wegsehen und nichts tun kann.

Nun konnten wir ganz schnell und unbürokratisch 1.500 Euro an die Christoffel Blindenmission (CBM) für Haiti überweisen.

Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte e.V. hat sich wie nach dem Tsunami 2004 und der großen Flutkatastrophe in Bangladesh 2007 bewusst entschlossen die Christoffel Blindenmission zu unterstützen, deren Schwerpunkte behinderte Menschen – Alte, Kinder, Frauen – sind. Menschen also, die in vielen Ländern noch immer am Rande ihrer Gesellschaft stehen, und in Katastrophenfällen noch stärker benachteiligt sind als ihre gesunden Mitbürger.

Ich selbst konnte mich in einigen Projekten von der professionellen Zusammenarbeit zwischen Christoffel-Blindenmission und jeweiligen regierungsunabhängigen Vor-Ort-Organisationen überzeugen, zum Beispiel in Tansania, Sri Lanka, Uganda und in Burkina Faso.

Zur derzeitigen Situation in Haiti möchte ich Ihnen eine aktuelle Presseinformation der CBM an diese Mail anhängen. Auf diese Weise – denke ich – können auch Sie sich von der Arbeit der CBM überzeugen und gleichzeitig erfahren, wo genau Sie mit Ihrem Geld helfen.

Vielen Dank noch einmal und alle guten Wünsche.

Herzlichst Ihre

Kathrin Seyfahrt

 

 

Presseinformation der CBM vom 21. Januar 2010:

Haiti: CBM erwartet drastischen Anstieg von Behinderungen

Viele Menschen mit körperlichen und seelischen Traumen brauchen Hilfe

PORT-AU-PRINCE/BENSHEIM. Brüche, Amputationen und offene Wunden, die sich entzünden können, und überall Menschen, die das traumatische Erlebnis verarbeiten müssen – die Lage in Haiti ist schrecklich. „Wir bangen um die Menschen mit Behinderungen, die in unseren Projekten unterstützt werden und befürchten einen drastischen Anstieg von Behinderungen unter der Bevölkerung von Port-au-Prince“, sagt CBM-Direktor Rainer Brockhaus.

Wenn von 100.000 Toten gesprochen wird, gehen Experten davon aus, dass dreimal so viele verletzt sind. Von diesen drei Verletzten, die auf einen Toten kommen, ist einer bedroht, dauerhaft behindert zu bleiben. Diese Zahlen zeigen, wie groß die Not im Karibikstaat ist.

„Eine erfahrene Mitarbeiterin vor Ort wird nun klären, wie unsere Partner langfristige Rehabilitationsmaßnahmen für diese Menschen anbieten können“, erklärt Rainer Brockhaus. Besonders benötigt werden in einer solchen Situation Krücken, Rollstühle, Gips, Antibiotika, Bandagen und OP-Material. Die CBM-Mitarbeiter leiten alles in die Wege, um diese Dinge zur Verfügung zu stellen. „Unsere Aufgabe ist es außerdem, dafür zu sorgen, dass die Menschen in unseren Projekten medizinisch versorgt werden und Menschen mit Behinderungen bei Nothilfemaßnahmen nicht vergessen werden“, so Brockhaus.

Denn ein Blinder weiß nicht, wo er hingehen muss, wenn Essen verteilt wird. Ein Gehörloser kann Lautsprecherdurchsagen nicht hören und auch ein Körperbehinderter wird auf unwegsamem Gelände Probleme haben, die Stelle zu erreichen, wo Wasser verteilt wird. „Immer, wenn Maßnahmen so eingeleitet werden, dass auch Menschen mit Behinderungen erreicht werden, wirkt es für alle Menschen“, betont Rainer Brockhaus.

Geistig behinderte Kinder, die beispielsweise in der CBM-geförderten Schule unterrichtet wurden, brauchen eigentlich ein geregeltes Umfeld. Durch die Katastrophe wurde ihnen das genommen. Experten gehen bei einem solchen Ereignis davon aus, dass zehn Prozent der Bevölkerung ein Trauma entwickeln, das zu einer bleibenden psychischen Behinderung führen kann.

Die CBM fördert sieben Projekte in Haiti, fünf davon allein in Port-au-Prince. Neben der Augenabteilung des Universitäts-Krankenhauses, gehören unter anderem ein Kinderkrankenhaus mit augenmedizinischer Abteilung und ein Zentrum zur Frühförderung und Betreuung geistig behinderter Kinder dazu. Dieses Zentrum steht noch, hat aber so viele Schäden, dass es voraussichtlich abgerissen werden muss. Vor dem Erdbeben wurden durch die CBM-Projektpartner fast 2000 Menschen mit Behinderungen begleitet und pro Jahr rund 140.000 Patienten in Krankenhäusern versorgt.

Die CBM leistet über ihre Partner vor Ort Nothilfe.

Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte e.V. hat sich entschlossen die CBM bei ihrer Arbeit zu unterstützen (wie bereits 2004 nach dem Tsunami und 2007 nach der Flut in Bangladesh).

 

Warum ich mich entschlossen habe bei Wunschträume/CBM für Haiti zu spenden:

"Ich hatte gleich ein gutes Gefühl als deine E-Mail kam, in welcher du sagtest, dass ihr mit dieser Organisation zusammenarbeitet, denn auch ich habe - nicht zuletzt auch durch deine authentischen Berichte - oft meine Zweifel, ob bei so vielen Spenden (auf einmal), das Geld auch dort ankommt, wo es hin soll.

Bei euch und der Christoffel Blindenmission fühle ich mich sicher. Und deine besagte E-Mail hat das noch mal wieder bestätigt.

Ich danke dir also heute dafür, dass du mir das gute Gefühl gegeben hast, dass unsere Spende nicht in die falschen Hände kommt, und wenn es nicht direkt für die Erdbebenopfer verwendet wird, dann doch auf alle Fälle für "behinderte Menschen, Alte, Kinder und Frauen" und nicht irgendwelchen Krisengewinnlern zuspielt, die es sicher auch bei Katastrophen dieser Art immer wieder gibt."

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